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Ratgeber

Bedrohliche Vierbeiner

So kann man sich schützen

Der Hund ist des Deutschen liebstes Haustier. Doch falsch gehalten kann er schnell gefährlich werden. Unvergessen: Im Mai 2000 wurde der sechsjährige Volkan in Hamburg auf einem Schulhof von zwei Kampfhunden zerfetzt. Leider kein Einzelfall. Mittlerweile wurden zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Bürger vor gefährlichen Hunden getroffen. Dennoch kann es überall passieren: Sie spazieren im Park, Sie joggen am Fluss, Sie stehen vor einem fremden Haus. Und plötzlich kommt ein Zähne fletschender Hund auf Sie zugerannt. 

4,9 Millionen Hunde leben in deutschen Haushalten. Die stark überwiegende Zahl aller Haushunde ist freundlich und stellt für den Menschen keinerlei Gefahr dar. Dennoch werden immer wieder Angriffe von gefährlichen oder wild gewordenen Hunden auf Menschen gemeldet: 

In Halberstadt (Sachsen-Anhalt) biss ein Kampfhund einen einjährigen Jungen ins Gesicht, ein anderer überfiel in Pirmasens (Rheinland-Pfalz) einen Fünfjährigen und versetzte ihm tiefe Bisswunden im Oberschenkel. Der Hund war angeleint und hatte sich losgerissen.

Die Gesetze zur Haltung von Hunden wurden drastisch verschärft. Kampfhunde werden seit einiger Zeit als gefährliche Hunde eingestuft. Sie dürfen nicht gezüchtet werden. Der Handel mit ihnen ist verboten. Wer einen Kampfhund besitzt, muss die Haltung behördlich genehmigen lassen. Beim "Gassigehen" unterliegen diese Hunde einem generellen Maulkorb- und Leinenzwang.

In einigen Bundesländern sind noch weitere Hunderassen auf die so genannte "Liste II" gesetzt worden. Der Besitzer muss den Nachweis der Ungefährlichkeit erbringen. In Nordrhein-Westfalen müssen Hunde, die mindestens 40 Zentimeter groß sind oder mindestens 20 Kilogramm wiegen, auf öffentlichen Plätzen - das ist besonders der Stadtpark - an der Leine geführt werden. Doch all diese Verordnungen und Gesetze schützen niemanden vor einer gefährlichen Situation.

Wir helfen Ihnen, solche Situationen zu erkennen und geben Tipps, wie Sie sich im Fall der Fälle richtig verhalten.